Unsere Selbsthilfegruppe besteht aus zwei Abteilungen, der Wasser- und der Trockengruppe. Für beide Gruppen, mit 27 Personen, sollte der Wandertag in diesem Jahr in unsere Nachbarstadt Leinefelde gehen, wo in diesem Jahr die Landesgartenschau von Thüringen stattfindet. Gemeinsam wollten wir diese Schau erkunden.
Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Kassenwart Raimund Günther ging es auch schon los. Zwei ehrenamtliche Führer der Gartenschau, Ines und Bernd, erschienen, begrüßten uns und teilten uns in zwei Gruppen ein.
Auf dem Gelände der heutigen Gartenschau wurden 850 alte Garagen aus DDR-Zeiten abgerissen sowie die Ohne-Aue wurde renaturiert und wiederhergestellt.
In diesem Zusammenhang wurden die Ausgrabungen an der Wüstung Kirrode weitergeführt und fertiggestellt. Kirrode wurde 1297 erstmals erwähnt und in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wahrscheinlich infolge von Krankheiten und Missernten aufgegeben. Die Ausgrabungen begannen bereits in den 1990-er Jahren. Heute sind auf dem Gelände die alten Gebäudeformen nachempfunden und archäologische Funde dargestellt, man kann sich das damalige Leben in diesem Ort gut vorstellen.
Alle 11 Ortsteile von Leinefelde-Worbis haben Gelegenheit, sich auf dem Gelände zu präsentieren. Besonders auffallend für uns war eine riesige Bärenstatue aus Holz, die Worbis mit dem Bärenpark repräsentiert. Da Leinefelde den Spitznamen „Lämmerschwänze“ hat, sind auch viele kleine bunte Schaffiguren zu sehen.
Die riesige gläserne Arche, dargestellt mit einer hölzernen Hand und einer Arche aus Glas, soll die Menschen daran erinnern, wie verletzlich die Natur ist und dass wir selbst ihr Schicksal in der Hand haben.
Große Schmetterlinge wurden von Schulklassen gestaltet, um an verstorbene Freunde in einem Kinderhospiz zu erinnern.
Für die Gärtner unter uns waren die gestalteten Kleingärten mit Hochbeeten und alten Gemüsesorten sehr interessant, ebenso haben die Vorschläge zur modernen Grabgestaltung viele interessiert.
Auf dem gesamten Gelände der Landesgartenschau inkl. Lunapark und Tüffers Garten waren Spiel- und Sportgeräte, auch für Erwachsene, aufgestellt. Einige von uns haben sie gleich ausprobiert und es ging ganz gut. Hier gab es auch ruhige Ecken für eine willkommene Rast.
Nach dem Kaffeetrinken, das im neuen Gebäude in Tüffers Garten stattfand, haben wir den „Blumenblock“ besucht.
Ein alter Plattenbau wurde entkernt und auf 5 Etagen zur Ausstellung umfunktioniert.
Eine nachgestaltete DDR Wohnung weckte in uns viele Erinnerungen, wo wir viele Möbel und Haushaltsutensilien von damals wiedererkannten.
Ein Highlight der Gartenschau ist die Ausstellung des Deutschen Floristenmeisters Christopher Ernst im Blumenblock. Hier sind auf 2 Etagen Blumeninstallationen zu sehen, die von klassischen floralen Arrangements abweichen, sehr modern und sehr schön sind.
Zum Abschluss des Tages gab es ein gemeinsames Abendessen auf dem Gelände.
Es war ein schöner und interessanter Tag für uns, der zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls der Gruppe beigetragen hat. Auch der Wettergott meinte es gut mit uns.
Wir bedanken uns bei Cornelia Dette für die gelungene Organisation und den reibungslosen Ablauf.
Aufgestellt: Christa Scheler


